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Verbesserung der nautisch nutzbaren Tiefen und Begegnungsbreiten auf der Tideelbe

Nach erfolgreicher Evaluierung der natürlichen Anpassungsreaktionen der Elbe und vorübergehender Einschränkung durch Sturmfluten und Kampfmittelfunde können nunmehr weitere Verbesserungen für die Schifffahrt auf der Tideelbe freigegeben werden. 

Die Anpassungen erfolgen zum 17.11.2026. Für tideunabhängige Containerschiffe bis zu einer Länge von 350m und einer Breite von 46m kann die Tideelbe nun mit einem Tiefgang von 13,80m befahren werden, womit das Ausbauziel der Fahrrinnenanpassung erreicht ist.

Auch für die Schiffe, die in Abhängigkeit der Tide fahren, ergeben sich gegenüber dem bestehenden Tidefahrplan weitere Verbesserungen. Der Tidefahrplan bestimmt die genauen Details für die einzelnen Schiffsklassen.

Neben diesen Verbesserungen der Tiefgänge bleibt es auch das Ziel, die Verkehrsablaufsteuerung weiter zu optimieren und die Effizienz der Verkehre auf der Tideelbe schrittweise zu erhöhen: Nachdem im Frühjahr 2026 addierte Schiffsbreiten von bis zu 110 m auf der Begegnungsstrecke vor Wedel zugelassen werden konnten, läuft seit dem 1. April 2026 nun die zweite Teststufe, um diese perspektivisch dauerhaft auf zunächst 115,50 m zu vergrößern. Im Anschluss sind stufenweise weitere Testphasen vorgesehen.

Quelle: GDWS

Bild aus der Vogelperspektive auf ein riesiges Containerschiff, die Berlin Express, voll beladen mit orangenen Containern auf der Elbe , im Hintergrund der Hamburger Hafen mit Kränen.

Tag der Häfen: Leistungsfähige Häfen stärken Deutschlands Handlungsfähigkeit

Berlin, 7. Oktober 2026 - Ob Rohstoffe und Güter für die Industrie oder Waren für den täglichen Bedarf: Deutschlands Versorgung und wirtschaftliche Stärke sind auf leistungsfähige See- und Binnenhäfen angewiesen. Beim „Tag der Häfen“ der Allianz Deutsche Häfen diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Politik, welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit die Häfen ihre zentrale Rolle für den Wirtschaftsstandort Deutschland auch künftig erfüllen können. Eine Voraussetzung sind natürlich bedarfsgerechte Wassertiefen.

Unter dem Titel „Das wirtschaftliche Rückgrat Deutschlands: Warum leistungsfähige Häfen unverzichtbar sind“ kamen die Perspektiven von Industrie, Handel, Politik und Hafenwirtschaft zusammen. Vertreten wurden sie durch Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, Friedrich Fuchs, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Lidl Deutschland, Christian Hirte, MdB und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr sowie Tino Klemm, Chief Financial Officer der Hamburg Port Authority AöR und Vertreter der Allianz Deutsche Häfen. Im Mittelpunkt stand die Bedeutung leistungsfähiger Häfen für verlässliche Lieferketten, eine sichere Warenversorgung und die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.

Für die Allianz Deutsche Häfen erklärt Tino Klemm: „Wir brauchen eine nationale Hafenpartnerschaft von Bund, Ländern und Hafenstandorten, die Verantwortung bündelt, klare Prioritäten setzt und die notwendigen Investitionen in die Hafeninfrastruktur langfristig absichert.“

In vier interativen Themeninseln diskutierten die Teilnehmenden über Versorgungssicherheit, resiliente Lieferketten, Wertschöpfung und die Zukunft der deutschen Häfen. Dabei wurde deutlich: Hafeninfrastruktur, Straßen, Schienen und Wasserstraßen müssen bedarfsgerecht ausgebaut und dauerhaft leistungsfähig gehalten werden. Denn Häfen sind nicht nur für Industrie, Handel und Versorgung unverzichtbar, sondern auch von strategischer Bedeutung für die Sicherheit Deutschlands.

Gunnar Groebler, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, betont: „Wir betrachten Energienetze als nationale Infrastruktur. Dann sollten wir unsere Häfen auch als das behandeln, was sie sind: strategische Infrastruktur von nationalem Interesse.“

Auch in der abschließenden Paneldiskussion mit Gunnar Groebler, Christian Hirte und Tino Klemm bestand Einigkeit: Um resiliente Lieferketten zu sichern und die Hafeninfrastruktur zukunftsfähig aufzustellen, braucht es mehr Tempo und eine enge Zusammenarbeit von Politik, Industrie und Hafenwirtschaft.

Die Allianz Deutsche Häfen fordert deshalb, die Zukunft der Häfen zu einer gemeinsamen politischen Priorität zu machen. Häfen sind kein regionales Anliegen, sondern eine nationale Aufgabe und eine wesentliche Grundlage für Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und industrielle Wertschöpfung in Deutschland.

Tonne E3: Baggerstrategie zeigt Erfolge

In diesem Jahr konnten wir fast einen Monat später als im Vorjahr mit der Verbringung von Schlick aus dem Hamburger Hafen in die Nordsee zu Tonne E3 beginnen, denn die Sedimentation war geringer als erwartet. Dabei waren die Elbeabflüsse so niedrig wie nie zuvor. Warum ist das so? Ein Erfolg unser Baggerstrategie!

Grundsätzlich besteht ein enger Zusammenhang zwischen Elbeabflüssen und der Sedimentation in Hamburg: Je weniger Wasser die Elbe herunterfließt, desto mehr Sand und Schlick lagern sich in Hamburg ab, desto mehr und muss gebaggert werden. Grund ist das sogenannte Tidal Pumping bei dem mit dem stärkeren Flutstrom mehr schlickiges Material flussaufwärts „gepumpt“ wird als mit dem Ebbstrom wieder flussab. 

Doch in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass auch das Sedimentmanagement selbst einen starken Einfluss auf die Sedimentation hat. Bringt man das Baggergut nur wenige Kilometer flussab, nach Neßsand oder St. Margarethen etwa, kommt der Schlick oft nach nur wenigen Wochen zurück und muss erneut gebaggert werden. Wenn man das Baggergut jedoch konsequent weit genug stromab, also in die Elbmündung oder die Nordsee bringt, kommt es nicht wieder zurück. Und genau das haben wir getan.

Durch den konsequenten Austrag mit gesteigerten Mengen bei Tonne E3 und die Reduzierung der Kreislaufbaggerungen bei Neßsand konnten wir die Gesamtbaggermengen in den letzten Jahren halbieren. Von fast 6 Mio. Tonnen 2021 auf rd. 2,8 Mio. Tonnen im Jahr 2024 und 2025. Ob wir auch dieses Jahr das Niveau halten können, wissen wir noch nicht sicher. Aber der späte Saisonbeginn zeigt, dass unsere Strategie funktioniert, sogar in extrem trockenen Jahren.

 

Wie eine Fahrt mit dem Hopperbagger zur Tonne E3 abläuft, zeigen wir in einem Video

Das Seezeichen Tonne E3 in der Nordsee

Neues Video: Schachtinspektion auf der Deponie Feldhofe

Die Baggergutdeponie Feldhofe ist ein unverzichtbarer Baustein des Sedimentmanagements für den Hamburger Hafen. Hier wird belasteter und aufbereiteter Elbschlick der nicht im Gewässer umgelagert werden kann sicher gelagert.  
Doch der Schlickhügel lebt: Unter dem enormen Eigengewicht des Materials wird kontinuierlich Wasser ausgepresst. Damit der Hügel stabil bleibt, muss dieses Wasser durch ein hochkomplexes Drainagesystem abfließen. In dieser Folge von "Wir machen Hafen" steht heute für HPA-Bauleiter Ulrich Saucke und sein Team ein gefährlicher Routinejob an: Die Inspektion des 30 Meter tiefen Zentralschachts.

Hier geht es zum neuen Video

Video Screenshot Schachtinspektion

Baggermengen bleiben niedrig: Jahresbericht 2025 liegt jetzt vor

2025 lagen die Gesamtbaggermengen in Hamburg genauso hoch wie 2024 und der Hafen konnte in einem guten Zustand gehalten werden. Das ist ein Erfolg unserer Strategie, denn die Abflüsse waren, anders als im Jahr 2024, durchgängig sehr schlecht. Wie die Randbedingungen waren, was wir getan haben um die Wassertiefen im Hamburger Hafen bedarfsgerecht zu unterhalten und wie es jetzt weitergeht, zeigt unser neuer Jahresbericht.

Hier gibt es den Bericht (übrigens jetzt auch in Englisch).

Der Hopperbagger Ijsseldelta fährt auf der Elbe, im Vordergrund sind Pfähle und Eis

Neue Allianz Deutscher Häfen

Acht führende See- und Binnenhäfen haben sich zur Allianz „Deutsche Häfen“ zusammengeschlossen und richten einen gemeinsamen Appell an die Bundespolitik: Die Hafeninfrastruktur muss als strategische Aufgabe von nationaler Bedeutung anerkannt und nachhaltig gestärkt werden. Für alle Häfen gilt: Bedarfsgerechte Wassertiefen sind die Voraussetzung, damit die Häfen Ihre Aufgaben wahrnehmen können.

Hier geht es zur Website der Deutschen Seehäfen

Bild zur Kampagne Deutscher Häfen zeigt einen Container der wie ein Supermarkt eingerichtet ist und einen Mann beim Einkaufen

Neu: Unser Tideblog jetzt in Englisch

Alle Häfen müssen baggern! Daher sind wir beim Sedimentmanagement im ständigen Austausch mit anderen Häfen und Institutionen. Um unseren internationalen Partnern zeigen zu können, was wir in Hamburg alles machen, um den Hafen auf Tiefe zu halten, gibt es unser Tideblog jetzt auch auf Englisch. Einfach oben rechts die Sprache wählen.

Screenshot vom Tideblog

Neues Video: Eiszeit im Hamburger Hafen - Mit dem Eisbrecher durch die Elbe

Wenn das Winterwetter den Hamburger Hafen fest im Griff hat, schlägt die Stunde der Eisbrecher. In dieser Folge von „Wir machen Hafen“ begleiten wir die Crew der Johannes Dalmann bei ihrem Einsatz auf der Süderelbe. Bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt und einer Eisdicke von bis zu 25 Zentimetern sorgt das Team dafür, dass der Eisabfluss gesichert bleibt und die Deiche vor massivem Druck geschützt werden.   

Hier geht's zum neuen Video

Der erste Beweissicherungsbericht zur Fahrrinnenanpassung von Unter- und Außenelbe liegt jetzt vor

Das WSA Hamburg und die HPA haben den ersten Bericht zur Beweissicherung für den jüngsten Fahrrinnenausbau von Unter- und Außenelbe veröffentlicht. In Abstimmung mit den Ländern Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg werden während und nach dem Fahrrinnenausbau umfangreiche hydrologische, naturschutzfachliche und topographische Messungen und Untersuchungen durchgeführt und die dabei gewonnenen Daten in ihrer Entwicklung dokumentiert. 

Das Messprogramm, seine Dokumentation und die Bewertungen der Ergebnisse werden durch Facharbeitsgruppen begleitet, die sich aus Vertretern der WSV, der HPA und den Nachbarländern zusammensetzen. Die festgelegte Dauer der Beweissicherung beträgt 12 Jahre nach Abschluss der Bauarbeiten im Jahr 2021. Die Erstellung von Berichten, in denen die Entwicklung der Daten beschrieben wird, ist im dreijährigen Turnus vorgesehen. 

Der erste Bericht, inklusive zahlreicher Anlagen, ist auf dem „Portal Tideelbe“ unter dem Link https://www.portaltideelbe.de/fap2019-bs bzw. https://www.portaltideelbe.de/fap2019-bs-bericht-2025 zu finden. Der Bericht umfasst thematisch zum einen die ersten Ergebnisse zur Beweissicherung für den Zeitraum 2022 bis 2024, zum anderen geht er auch auf die bauliche Umsetzung des Projektes Fahrrinnenanpassung in den Jahren 2019 bis 2021 ein. Die Wasserbauarbeiten, die Kompensationsmaßnahmen und die ergänzenden Baumaßnahmen werden in diesem Bericht ausführlich dokumentiert. 

Gewässerkundliche Informationen 2025 liegen jetzt vor

Im hydrologischen Jahr 2025 gab es leider wieder weniger Wasser aus dem Elbe-Einzugsgebiet. Wieviel genau und wie die anderen hydrologischen Kennwerte ausfielen, zeigen wir in den gewässerkundlichen Informationen 2025.

Hier geht es zu den gewässerkundlichen Informationen 2025

Ein gemauerter alter Turm mit einer Anzeige und Uhr vor weißen Wolken

Umfassend und transparent: Der Jahresbericht für die Umlagerung 2024 liegt jetzt vor

Seit 25 Jahren berichten wir ausführlich und transparent über die Wassertiefeninstandhaltung für den Hamburger Hafen. Mit allen Baggermengen nach Herkunft und Verbleib, vielen Analysen über die Sedimentqualität, hydrologischen Randbedingungen und welches Gerätekonzept wir eingesetzt haben. Eine umfangreiche Auswertung, die etwas Zeit braucht. Der Bericht für das Jahr 2024 liegt jetzt vor.

Hier geht es zum Bericht

Das Wasserinjektionsgerät Maasmond auf der Elbe bei Blankenese

Neues Video: Der Hamburger Hafen in Zahlen

Der Hamburger Hafen ist der größte Hafen Deutschlands und der drittgrößte Europas. Was das in Zahlen bedeutet zeigt ein neues Wir-Machen-Hafen-Video.

Hier geht's zum neuen Video

Teaser Bild für eine neues Video