In diesem Jahr konnten wir fast einen Monat später als im Vorjahr mit der Verbringung von Schlick aus dem Hamburger Hafen in die Nordsee zu Tonne E3 beginnen, denn die Sedimentation war geringer als erwartet. Dabei waren die Elbeabflüsse so niedrig wie nie zuvor. Warum ist das so? Ein Erfolg unser Baggerstrategie!
Grundsätzlich besteht ein enger Zusammenhang zwischen Elbeabflüssen und der Sedimentation in Hamburg: Je weniger Wasser die Elbe herunterfließt, desto mehr Sand und Schlick lagern sich in Hamburg ab, desto mehr und muss gebaggert werden. Grund ist das sogenannte Tidal Pumping bei dem mit dem stärkeren Flutstrom mehr schlickiges Material flussaufwärts „gepumpt“ wird als mit dem Ebbstrom wieder flussab.
Doch in den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass auch das Sedimentmanagement selbst einen starken Einfluss auf die Sedimentation hat. Bringt man das Baggergut nur wenige Kilometer flussab, nach Neßsand oder St. Margarethen etwa, kommt der Schlick oft nach nur wenigen Wochen zurück und muss erneut gebaggert werden. Wenn man das Baggergut jedoch konsequent weit genug stromab, also in die Elbmündung oder die Nordsee bringt, kommt es nicht wieder zurück. Und genau das haben wir getan.
Durch den konsequenten Austrag mit gesteigerten Mengen bei Tonne E3 und die Reduzierung der Kreislaufbaggerungen bei Neßsand konnten wir die Gesamtbaggermengen in den letzten Jahren halbieren. Von fast 6 Mio. Tonnen 2021 auf rd. 2,8 Mio. Tonnen im Jahr 2024 und 2025. Ob wir auch dieses Jahr das Niveau halten können, wissen wir noch nicht sicher. Aber der späte Saisonbeginn zeigt, dass unsere Strategie funktioniert, sogar in extrem trockenen Jahren.
Wie eine Fahrt mit dem Hopperbagger zur Tonne E3 abläuft, zeigen wir in einem Video